Metallfreier, kombinierter Zahnersatz

Neue Materialien im Einsatz

Wir zeigen hier eine prothetische Arbeit, die wir in enger Zusammenarbeit mit unserer Zahnärztin Dr. Andrea Diehl realisiert haben. Eine solche Arbeit ist immer Teamarbeit. Der Fokus dieses Beitrags liegt auf der Herstellung metallfreier, kombinierter prothetischer Restaurationen.

Warum Metallfreiheit?

Zunehmend wünschen Patienten aus gesundheitlichen oder anderen persönlichen Gründen einen metallfreien Zahnersatz. Dies können wir seit 2016 erfüllen. Als Materialien greifen wir auf Zirkonoxid oder PEEK zurück. Über PEEK berichten wir hier.

Im vorliegenden Fall stand eine Komplettsanierung an. Nach den zahnärztlichen präprothetischen Maßnahmen sollte im Ober- und Unterkiefer je eine Doppelkronen-Prothese hergestellt werden. Metallfrei!

1.

CAD/CAM-Herstellung von Primärteleskopen aus Zirkonoxid. In der Software werden die Primärteile konstruiert und danach in der CAM-Maschine aus einem PEEK-Rohling herausgefräst.

2.

Herstellung einer Übertragungsschiene im 3D-Druckverfahren. Wir können in unserem Labor auf einen eigenen 3D-Drucker zurückgreifen. Die Schiene dient der Passungskontrolle der Primärteile im Mund.

3.

CAD/CAM-Herstellung einer Ästhetik- und Funktionseinprobe aus Kunststoff über die Primärkappen. Diese Einprobe wird gleichzeitig als Bissregistrat genutzt.

4.

Nachfräsen der Primärteleskope im Parallelometer. Zirkonoxid wird immer unter Wasserkühlung (Turbine) bearbeitet.

5.

Jede Primärkrone wird nun mit einem taktilen Scanner erfasst und digitalisiert. Dieser Arbeitsschritt ist kompliziert und zeitaufwändig. Im Gegensatz zu einem Streifenlichtscanner tastet der taktile Scanner höchst genau die Oberfläche ab.

6.

CAD/CAM-Herstellung der Sekundärstruktur aus PEEK. Dies ist nur mit einer 5-Achsfräsmaschine möglich. Seit einigen Monaten arbeiten wir in unserem Labor mit einer solchen Maschine.

7.

Über das PEEK-Gerüst wird ein Wax-up modelliert. Vorlage bildet die Ästhetik-Einprobe.

8.

Übertragen des Wax-up in Kunststoff mithilfe der Küvettentechnik. Dieses relativ neue Verfahren zum Verblenden eines Gerüstes hat viele Vorteile (z. B. exakte Übertragung des Wax-up, hohe Homogenität des Komposits).

9.

Vorbereitung für die Komplettierung und Individualisierung der Prothesen.

10.

Fertigstellen des metallfreien, kombinierten Zahnersatzes

11.

Der Patient erhält „Reiseprothesen“ als Sicherheit.

2018-06-10T10:32:19+00:00 10 Juni, 2018|Uncategorized|0 Kommentare

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